Black Torch Episode 1 erzählt eine übernatürliche Geschichte über Mononoke, die interessant, aber nicht ohne Mängel ist. Azuma Jiro (AJ Beckles) ist ein Schüler der Shinobi, der die ungewöhnliche Fähigkeit besitzt, mit Tieren zu kommunizieren. Diese seltsame Supermacht ist das Rückgrat einer faszinierenden Geschichte, die dringend ihre Stimme finden muss. Die expositionsintensive Premiere nutzt ihre gesamte Laufzeit für die Vorbereitung des Rests der Serie und lässt kaum Zeit für viel anderes.
In Episode 1 von „Black Torch“ wird schon früh deutlich, dass Jiros Fähigkeiten dazu geführt haben, dass er einen außergewöhnlich hohen moralischen Kompass hat, wenn es um Tiere geht. Sein Mitgefühl für den Tierschutz ist zwar liebenswert, doch die Serie geht so sehr darauf ein, dass es übertrieben oder übermäßig moralistisch wirkt.
Schon früh sehen wir Jiro als kleinen Jungen, der mit seinem Hund spricht. In der nächsten Szene ist er älter und kämpft gegen Tyrannen, die eine Katze und einen Vogel schikanieren. Zum Glück kennt er Kampfkünste und kann sie retten. In der nächsten Szene kommt derselbe Vogel, um ihn zu finden, weil eine andere verletzte Katze im Wald zurückgelassen wurde. Für sich genommen sind alle diese Szenen in Ordnung, aber zusammen zeichnen sie ein Bild von jemandem, von dem die Serie festgestellt hat, dass er sich ohne Konflikte nicht effektiv um Tiere kümmern kann.
Das Erscheinen von Rago, einem Mononoke, treibt die Geschichte weiter voran.
Die Katze im Wald heißt Rago (Keith Silverstein), aber er ist nicht wirklich eine Katze. Rago ist ein ewiger Geist oder Mononoke. Es gibt eine Gruppe von Leuten, die namentlich nach Rago suchen, aber es gibt keinen unmittelbaren Kontext darüber, wer sie sind. Nachdem Rago Rago vom Abgrund gerettet hat, versucht er zu gehen, wird aber von Jiros Mitgefühl aufgehalten.
Während er darüber streitet, ob seine Anwesenheit eine gute Idee ist, kommt die Antwort, als ein Dämon auftaucht. Rago, der weiß, dass er wegen seiner Mononoke-Kraft gejagt wird, flieht. Seine Flucht wird jedoch vereitelt, als der Dämon den verwundeten Rago einholt und auf den Sieg vorbereitet zu sein scheint, bis Jiro auftaucht.
Der darauffolgende Kampf führt zu Jiros Tod und lässt Rago eine Wahl. Wie der Dämon ihn erinnert, kann er Jiro essen und seine eigene Kraft erneuern. Stattdessen ergießt sich Rago in Jiro, um seine Wunden zu heilen, und wird ein Teil von ihm. Seine neue Kraft und Jiros Shinobi-Fähigkeiten wirken zusammen, um den Dämon ein für alle Mal zu vernichten. Die Aktivität erregt die Aufmerksamkeit der Menschen, die nach Rago gesucht haben und sich als Spionagebüro identifizieren.
Black Torch Episode 1 verspricht viel, aber die Serie muss noch tiefer in die Materie eintauchen.
Die Kampfszenen in Black Torch Episode 1 sind fesselnd, unterhaltsam und spannend anzusehen. Nachdem Rago und Jiro sich vereint haben, ist es besonders beeindruckend zu sehen, wie sie es mit dem Dämon aufnehmen. Dennoch kann man sich kaum zu sehr aufregen, wenn für den durchschnittlichen Zuschauer so viel ohne Kontext passiert.
Wo Black Torch Episode 1 wirklich glänzt, liegt in ihrem Potenzial. In der Premiere wird so viel Welt aufgebaut, dass das Publikum nächste Woche wiederkommen muss, um die Abrechnung zu erhalten. Eine einfachere Geschichte braucht vielleicht nicht mehrere Episoden, um den Grundstein zu legen, aber „Black Torch“ hätte von einer einstündigen Premiere profitiert. Dennoch bietet die Serie eine großartige Idee und fordert das Publikum auf, Zeit zu investieren, um zu sehen, wie sie in die Tat umgesetzt wird.
„Black Torch“ Episode 1 beginnt mit einer faszinierenden Geschichte, die den Zuschauern jedoch viel unverdiente Geduld abverlangt. Dennoch sind alle Zutaten vorhanden: Action, Mysterium und sogar übernatürliche Kräfte sind am Werk. Black Torch Episode 1 gibt den Zuschauern gerade genug Anlass, bei der nächsten Episode zu bleiben, aber sie muss aus dem Prolog heraustreten und die Geschichte vorantreiben.
Black Torch Episode 1 ist jetzt auf Crunchyroll erhältlich.
Black Torch Folge 1
6,5/10
TL;DR
Black Torch Episode 1 gibt den Zuschauern gerade genug Anlass, bei der nächsten Episode zu bleiben, aber sie muss aus dem Prolog heraustreten und die Geschichte vorantreiben.
