An den Super Mario Galaxy-Film werden hohe Erwartungen geknüpft. Mit einem weltweiten Einspielergebnis von über einer Milliarde US-Dollar an den Kinokassen begründete der Film „The Super Mario Bros.“ eine produktive Ära von Videospieladaptionen, darunter die Fernsehserie „The Last of Us“ und die Sonic the Hedgehog-Filme. Die animierte Fortsetzung, die eines der beliebtesten Spiele der Serie adaptiert und gleichzeitig Elemente aus unzähligen anderen übernimmt, wird sicherlich ein großer finanzieller Erfolg sein. Für den leidenschaftlichen Nintendo-Fan gibt es hier natürlich viel zu lieben. Ansonsten ist „The Super Mario Galaxy Movie“ etwas chaotisch, da aufwändige Bilder, Versatzstücke und eine kritische Masse an Referenzen Vorrang vor dem Erzählen einer zusammenhängenden Geschichte haben.
Die Probleme beginnen gleich zu Beginn. Sehen Sie, der letzte Super Mario Bros.-Film endete mit einem Scherz für Yoshi (gesprochen von Donald Glover), den liebenswerten Dinosaurier-Kumpel der Klempner, die zu Helden des Pilzkönigreichs wurden, Mario (Chris Pratt) und Luigi (Charlie Day). Der Super Mario Galaxy-Film stürmt in den ersten zehn Minuten durch Material, das einen ganzen Film hätte umfassen können – Mario und Luigi freunden sich mit Yoshi an.
Es gibt keine Spannung, keinen „Kennenlern“-Teil des Films. Yoshi schließt sich der Crew ohne Reibungsverluste an. Obwohl es seltsam erscheinen mag, auf diesem einen Aspekt herumzuharren, ist es doch der Rosetta-Stein für die mangelnde Sorgfalt, die in Matthew Fogels Drehbuch gesteckt wurde.
In dem überladenen Film „The Super Mario Galaxy“ ist viel zu viel los.
Der Super Mario Galaxy-Film ist völlig überfüllt. Man kann über den ersten Film sagen, was man will, seine Geschichte war klar, prägnant, hatte einen Anfang, eine Mitte und ein Ende und war für ein jüngeres Publikum leicht zu verstehen. Die Haupthandlungsstränge von „The Super Mario Galaxy Movie“ reichen von Bowser Jr. (aus irgendeinem Grund Benny Safdie!) beim Versuch, die Galaxis zu erobern, bis hin zu den mysteriösen Kräften der Weltraumprinzessin Rosalina (Brie Larson).
Vergessen wir nicht, dass Prinzessin Peach (Anya Taylor-Joy) nach ihrer Vergangenheit sucht, Bowsers (Jack Black) Erlösung und die Einführung von Fox McCloud (Glen Powell), all das gehört dazu. Und das sind nur die wichtigsten Handlungsstränge!
Die Anzahl der weggelassenen Nebenhandlungen im Film von Aaron Horvath und Michael Jelenic ist geradezu komisch. Darüber hinaus hat der Film adaptiv wenig Ähnlichkeit mit dem Videospiel Super Mario Galaxy, auf dem er angeblich basiert.
Wenn überhaupt, sorgt die Adaption für Spannung vor dem 40. Jubiläum von Nintendos Flaggschiff-Charakter.
Beim Super Mario Galaxy-Film geht es weniger darum, eine zusammenhängende Erzählung, Adaption oder gar einen unterhaltsamen Kinderfilm zu sein, als vielmehr darum, Hinweise auf die umfangreiche Geschichte einer der größten Figuren der Videospielwelt zu liefern. Insofern kann es sehr unterhaltsam sein.
Als jemand, der Mario und die meisten Nintendo-Flaggschiff-Franchises sehr liebt und Horvath und Jelenic Anleihen bei Super Mario World, Super Mario Bros. 3, Super Mario Odyssey, Super Mario Sunshine und sogar einem eigenen Abschnitt über Super Mario Bros. 2 sah, konnte ich nicht umhin, aufgeregt zu sein. Da der Film pünktlich zum 40-jährigen Jubiläum von Mario erscheint, würde es jeder Fan tun.
Der Super Mario Galaxy-Film ist keine Katastrophe, aber eine große verpasste Chance.
Es hilft, dass der Super Mario Galaxy-Film absolut umwerfend aussieht. Die Beleuchtung hat sich hier selbst übertroffen. Die Menge der ausgestellten Farben, Texturen, Details und Persönlichkeiten sorgt für einen Augenschmaus von Wand zu Wand. Die Inszenierung der Versatzstücke fängt den Spaß am Videospielen genau ein, während die Flüssigkeit der verschiedenen Kampf- und Jump’n’Run-Sequenzen so hypnotisch ist, dass man leicht etwas von dem Geschehen übersieht. Was die Grafik betrifft, übernimmt „The Super Mario Galaxy Movie“ das, was beim ersten Film funktioniert hat, und setzt es fort.
Es ist erdrückend, dass sich ein Großteil des Films wie ein Rückfall anfühlt. Die Synchronsprecher, insbesondere Chris Pratt und Brie Larson, klingen unglaublich gelangweilt. Der Humor ist auch für ein jüngeres Publikum der kleinste gemeinsame Nenner. Gleichzeitig hat „The Super Mario Galaxy Movie“ so viel Gutes zu bieten, dass es sich nicht wie eine Katastrophe anfühlt.
Eher eine Enttäuschung oder vielleicht eine verpasste Chance. Mit jedem Schritt wird „The Super Mario Galaxy Movie“ größer. Mit diesem erweiterten Anwendungsbereich sind die visuellen Höhen, die Illumination erreichen kann, nicht von dieser Welt. Leider ist die Erzählung auch so.
Der Super Mario Galaxy-Film erscheint am 1. April überall in den Kinos.
Der Super Mario Galaxy-Film
5/10
TL;DR
Für den leidenschaftlichen Nintendo-Fan gibt es hier natürlich viel zu lieben. Ansonsten ist „The Super Mario Galaxy Movie“ etwas chaotisch, da aufwändige Bilder, Versatzstücke und eine kritische Masse an Referenzen Vorrang vor dem Erzählen einer zusammenhängenden Geschichte haben.
