Monika (Adrianna Chlebicka) und Enzo (Mateusz Banasiuk) sind zurück in dieser dritten Folge der polnischsprachigen Netflix Original-Liebesserie. Unter der Regie von Filip Zylber wurde „Quadrat der ewigen Liebe“ von Natalia Matuszek und Wiktor Piatkowski geschrieben, und dieses Mal wird das glückliche Paar vor der Hochzeit dadurch unterbrochen, dass der Priester darauf besteht, dass Enzo eine Ex-Freundin Ewa (Ina Sobala) findet und sich mit ihr versöhnt ihr.
War der letzte Teil kaum eine romantische Komödie, ist „Squared Love Everstanding“ praktisch ein Melodram. Es braucht alles, was „Square Love All Over Again“ fast unerträglich gemacht hat – das Paar kommuniziert miserabel miteinander, während ein ärgerlicher Eindringling ihre Beziehung auf die Probe stellt – und macht es einfach noch einmal. Die einzigen Unterschiede bestehen darin, dass dieses Mal Enzo anstelle von Monika die Hauptfigur des Dramas ist und dass das Publikum beim dritten Mal vielleicht ein wenig an diese Charaktere gebunden ist. Es hat etwas seltsam Tröstliches, sich diesen Charakteren ein drittes Mal anzuschließen, auch wenn der Film nicht besonders gut ist. Sie sind sowohl attraktiv als auch angenehm genug.
Diese Verbundenheit mit den Charakteren macht ihre banale Erfahrung mit Ewa weniger nervig als damals, als sie Rafal im vorherigen Film ertragen mussten. Außerdem ist sie weitaus weniger irritierend. Doch die Handlung, die sie zwischen dem Verlobtenpaar vorantreibt, ist übertrieben und letztlich desinteressant. Es ist nicht unbedingt regressiv, aber es ist auch nicht besonders fesselnd. Enzo bekommt die Möglichkeit, sich ein wenig an der Charakterentwicklung zu beteiligen, allerdings auf eine Art und Weise, in der ihn die vorherigen Filme nicht überzeugen konnten.
Leider scheint dieses Wachstum vollständig zu Lasten von Monika zu gehen. Während sie in den beiden vorherigen Teilen die Hauptfigur war, ist Enzo hier wirklich die Point-of-View-Figur. Obwohl Monika eine ganze Nebenhandlung für sich alleine hat, in der sie die Rolle der Schulleiterin übernimmt und alle möglichen schwierigen Entscheidungen treffen muss, fühlt es sich doch abgedroschen an. Die Lektionen, die Monika lernt, könnten mit denen in anderen Teilen der Handlung übereinstimmen, und es ist tatsächlich großartig, dass Monika unabhängig von ihrer Beziehung zu Enzo weiterhin eigene Ambitionen und Erfahrungen hat. Aber weil es emotional so weit vom Rest der Handlung und den Charakteren entfernt ist, wirkt es wie ein leichtfertiger nachträglicher Einfall.
Die ersten beiden Filme dieser Reihe waren im Vergleich zu „Squared Love Everstanding“ so ausgefallen. Es ist fast schwer, sich daran zu erinnern, dass die Serie mit der Geschichte eines Lehrers begann, der gleichzeitig als Model fungierte, und eines Models, das gleichzeitig ein wirklich netter Mensch war. Oder dass Monika eine ganze Fernsehsendung in „Squared Love All Over Again“ moderierte. Squared Love Everstanding hingegen ist geerdet, im Guten wie im Schlechten. Es ist einfacher, sich auf all die übermäßig dramatischen Charakterdynamiken und Handlungswechsel einzulassen, wenn sich die meiste Action in den vier Wänden von Monikas und Enzos Haus abspielt. Aber es bedeutet auch, dass es schwieriger ist, den Funken zwischen diesen beiden zu erkennen, wenn ihr Leben weniger aufregend ist. Letztendlich ist das ja der Sinn des Films, aber egal, es ist fast so, als würde man eine ganz andere Serie sehen. Dennoch bleibt diese Vertrautheit bestehen und macht den Übergang vom Außergewöhnlichen zum Alltäglichen fast vernachlässigbar, wenn man nur nicht zu sehr darüber nachdenkt.
Der beste Charakter im Film bleibt Monikas Vater Bayzli (Miroslaw Baka). Auch er hat wieder eine ganze Parallelhandlung für sich, die genauso auf schlechter Kommunikation beruht wie seine Tochter und sein zukünftiger Schwiegersohn. Aber er ist einfach ein so süßer und charmanter Charakter, dass es fast verzeihlicher ist als genau das gleiche Handlungsinstrument, das in der Hauptgeschichte verwendet wird.
Am Ende erinnert sich „Squared Love Everstanding“, dass es sich doch um eine Romanze handelt, und liefert einen großen romantischen Abschluss. Es gleicht nicht die unzusammenhängenden Teile aus, die davor entstanden sind. Es gibt Momente, in denen die Filmmusik darauf hindeutet, dass der Film versucht, lustig zu sein, die nicht ganz ankommen, aber dennoch harmlos sind. Aber jedes Mal, wenn Monika auf der Leinwand zu sehen ist, können Sie sicher sein, dass ein wirklich schönes Kleid folgt. Ihre Kostüme sind immer auf den Punkt gebracht.
„Squared Love Everstanding“ ist eine gute Erinnerung daran, dass ein Liebesfilm nicht bahnbrechend sein muss, um unterhaltsam zu sein. Der Komfort einer vorhersehbaren Handlung mit bekannten Charakteren hat großes Gewicht. Indem man diesen Eintrag in der Serie begründet, die Ecken und Kanten rund um seinen neuen Charakter beschneidet und eine ziemlich fortschrittliche Lösung für eine oft schlecht aufgelöste, wenn auch abgedroschene Handlung findet, trägt man dazu bei, diesen ansonsten schlechten Film in einen Zustand mäßigen Vergnügens zu heben.
Squared Love Everstanding wird jetzt auf Netflix gestreamt.
Quadratische Liebe für immer
5/10
TL;DR
„Squared Love Everstanding“ ist eine gute Erinnerung daran, dass ein Liebesfilm nicht bahnbrechend sein muss, um unterhaltsam zu sein.
