Die Ungerechtigkeit, die sich gegen Sasaki und Miyano richtet
In den vergangenen Monaten hat sich ein ungleiches Gesetz im US-Bundesstaat Florida manifestiert. Das Gesetz 1069 des Repräsentantenhauses erlaubt Eltern, gegen jedes Buch Einspruch zu erheben, das sie für “pornografisch oder unangemessen” halten. Seitdem sind Hunderte von Titeln aus Schulbibliotheken verbannt worden. Eines der jüngsten Opfer dieser Zensur ist der beliebte Boys’-Love-Manga “Sasaki und Miyano” von Harusono.
Der Manga erzählt die Geschichte von Miyano, einem mädchenhaft aussehenden Jungen, der sich unsicher fühlt und seine Tage mit dem Lesen von BL-Mangas verbringt. Als er versucht, eine Rauferei in der Schule zu verhindern, lernt er den kriminellen Zwölftklässler Sasaki kennen. Sasaki scheint sich von Tag zu Tag mehr für Miyano zu interessieren. Die Serie entwickelt sich langsam und romantisch, wobei die Darstellung einer gesunden Freundschaft zwischen zwei männlichen Highschool-Schülern im Mittelpunkt steht.
Trotzdem wurde Sasaki und Miyano von einem Buchbesprechungskomitee als “schädliches Material” bezeichnet und aus den Schulbibliotheken entfernt. Ein Mitglied des Komitees argumentierte, dass die Serie sexuelle Orientierung fördere und die Leser dazu “ermutigen” könnte, eine bestimmte sexuelle Orientierung anzunehmen. Es ist jedoch absurd, dass ein Manga, der sich auf die Darstellung einer gesunden Freundschaft zwischen zwei Männern konzentriert, als “schädlich” bezeichnet wird.
Das Vorstandsmitglied, das den Einspruch erhoben hat, schlug sogar Chainsaw Man vor, eine Serie, die Themen wie Grooming und sexuelle Belästigung behandelt, als Alternative zu Sasaki und Miyano. Die Ironie ist offensichtlich. Chainsaw Man ist eine grafisch gewalttätige und explizite Serie, die in jeder Ausgabe voller Blutvergießen steckt und eine kontroverse Handlung bietet.
Das Buchbesprechungskomitee stimmte auch dafür, dass People Kill People von Ellen Hopkins und Damsel von Elana K. Arnold entfernt werden sollten. Diese Titel enthalten grafische Gewaltdarstellungen und thematisieren sexuelle Belästigung. Es ist jedoch fraglich, warum ein Buch, das eine gesunde Freundschaft zwischen zwei Männern darstellt, als “schädliches Material” bezeichnet wird, während andere Titel, die explizite Gewalt und sexuelle Belästigung thematisieren, nicht als “schädlich” bezeichnet werden.
Die Zensur von Sasaki und Miyano ist ein weiteres Beispiel für die Ungerechtigkeit, die sich gegen die LGBTQ+-Gemeinschaft richtet. Es ist wichtig, dass wir uns gegen diese Art von Zensur wehren und die Rechte von Menschen, die eine andere sexuelle Orientierung haben, schützen.
